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Lyriktanz-Gedicht „Wortsinn“

Geschrieben von on Oktober 21, 2012

Wortsinn

Ich kann es nur in Reimen sagen.
Doch niemals würde ich es wagen,

den Worten Schaden zuzufügen,
da müsste ich ja ständig lügen.

Ich liebe eben WortGestalten. –
Um Worte erstmal abzuspalten,

nehm‘ ich ihnen kurz den Sinn
für eines Satzes Neubeginn.

Da verstecken sich dann Sachen,
da könnte mancher lauthals lachen.

Doch wenn die Worte runterpurzeln,
bahnt sich ihr Weg bis zu den Wurzeln

der eigentlichen Grundaussage,
an deren Last ich manchmal trage,

gar nicht schwer, nur keine Angst,
doch falls du auch dort hingelangst,

geb‘ ich dir mein Lexikon.
Wer weiß, was sagen Worte schon.

 

© Sandra Tabery, 15.07.2011

 


Lesung auf der August-BuK 2011 (Bühne für unfertige Kunst) –
Vorgänger des neuen Formats “pArt – performing art … kunst aufführen”,
in der Tanztheater Etage, Karlsruhe

weitere Aufführungen:
beim 2. BücherBüffet 2012
in der Fleischmarkthalle, Alter Schlachthof, Karlsruhe

 

 

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